Dekade-Projekt

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Plattenvereinigung

Projektnummer 2226
Länder Berlin
Bildungsbereiche Bildungsbereiche übergreifend
Thematische Schwerpunkte Bauen und Wohnen, Rohstoffe & Ressourcenmanagement
Auszeichnungszeitraum 2012/2013
Auszeichnung 1. Auszeichnung
Plattenvereinigung ist ein Forschungs- und Kommunikationsprojekt zur Entwicklung nachhaltiger Handlungsweisen und Kulturformen und vereint dazu über 40 Akteure aus Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft, Handwerk und Kunst. Es strebt die Etablierung einer Recyclingkultur und partizipativer Handlungsstrategien an.
Als Medium und Begegnungsraum errichtet das Projekt ein zukunftsweisendes und vollkommen de- und remontierbares Gebäude aus wiederverwendeten ost- und westdeutschen Plattenbauteilen. Damit möchte es bewusst die Bedeutung von Geschichte und Geschichten in den aktuellen Diskurs um Nachhaltigkeit in Stadtentwicklung, Baukultur, Produktion und Konsum integrieren. Das Gebäude dient als Studienobjekt und Werkstatt für Lehrbaustellen, Seminare, Vorträge, fachliche Forschung, Theater- und Kunstprojekte, interaktive Angebote für allgemeines Publikum und weitere öffentliche Formate. Die Lehrbaustellen, die im Rahmen des Projekts mit Bauauszubildenden eingerichtet werden, werden von Universitäts-Seminaren zum nachhaltigen Bauen und Recycling-Architektur begleitet. Plattenvereinigung nimmt die Bestandteile einstmals visionärer Baukultur aus Ost und West und die Resultate heutigen Stadtumbaus zum Anlass, sich vielseitig und auch kritisch mit zukünftigen Formen des Zusammenlebens und den Herausforderungen einer postfossilen Zukunft auseinanderzusetzen. Die Bauteile stammen zum Teil aus dem Olympischen Dorf in München und zum Teil aus Wohnhochhäusern in Frankfurt/Oder. Als interdisziplinärer Inkubator, Bildungsobjekt und Begegnungsstätte befindet sich das Gebäude auf der Tempelhofer Freiheit, dem ehemaligen Flughafengelände, und dient dort dem öffentlichen Diskurs über den Lebensraum Stadt, das Erbe der Moderne und eine Kultur der Nachhaltigkeit. Das Gebäude und die verwendeten Materialien fungieren in allen Stadien des Baus als Werkstattsituation und Arbeitsraum für eine künstlerische Auseinandersetzung. Vor allem theatrale und installative Projekte, die sich besonders auf gesellschaftliche Artefakte und räumliche Konfigurationen beziehen, können darin einen Ausgangspunkt finden und ihrerseits als kulturelle Multiplikatoren das Publikum ansprechen.

Daten und weitere Informationen zum Download


Kontakt


Annekatrin Fischer
zukunftsgeraeusche GbR

Asamstraße 11
D-81541 München

Telefon: +49-(0)179-1234994

Kontaktaufnahme via E-MailWeitere Informationen